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Photovoltaik


Heutzutage deckt Solarstrom an sonnigen Tagen zeitweise bis zu 35% des Stromverbrauchs in Deutschland und damit einen Großteil vom Tagesspitzenbedarf ab. Inzwischen betreiben bereits über 1,5 Millionen Menschen eine Photovoltaik- oder Solaranlage.

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Aufdach-Montage

Das Aufsetzen der Photovoltaikanlage ist bei der Aufdach-Methode üblicherweise einfach und preisgünstig. Zudem wird hier eine ausreichende Hinterlüftung der Module garantiert. Neben den gängigen Ziegeldächern sind zudem auch Blechdächer, Schieferdächer oder Wellplatten bestens für die Montage einer PV-Anlage geeignet.

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Flachdach-Montage

Hier kann die optimale Ausrichtung nach Süden und der bestmögliche Neigungswinkel zur Sonne erzielt werden. Die Flachdach-Montage ist im Vergleich mit anderen Systemen kostspielieger, jedoch darf sich der Betreiber an maximale Erträge erfreuen, da die Anlage zu den bestmöglichen Konditionen installiert wird.

Einspeisemanagement


Bei der Inbetriebnahme bzw. bei der Beantragung der Photovoltaikanlage stellt sich die Frage, welche Variante gewählt werden soll, die "70%-Regelung" (mit einer Zusatzoption) oder 100% Einspeisung des erzeugten Stroms mit Hilfe des Rundsteuerempfängers (RSE).

1. 100% Einspeisung

Mit dem RSE werden 100% des erzeugten Photovoltaikstroms eingespeist. Jedoch ist ein RSE mit Mehrkosten verbunden. Das Gerät kostet abhängig vom örtlichen Energieversorger zwischen ca. 150 und 300€. Zudem benötigt man in den meisten Fällen, wenn man keinen Wechselrichter hat, der das Signal des RSE dirket verarbeiten kann, ein weiteres Gerät (nicht bei z.B. Kostal oder Fronius). Dies ist in der Regel eine Powermanagement-Unit, welche ebenso weitere Kosten verursacht. Mit einem RSE hat der Energieversorger die Möglichkeit über ein Funksignal die Anlage auf 60/30 oder 0% ihrer max. installierten Leistung zu drosseln.

2. 70%-Regelung

Die 70%-Regelung wird direkt am Wechselrichter eingestellt, was einer Ertragsminderung gleich kommt. Sinnvoll ist eine Begrenzung der Einspeiseleistung auf 70%, wenn z.B. eine Ost-West-Belegung vorliegt. Vormittags erzeugt die Ostseite Strom und nachmittags die Westseite, die Anlage liefert von ihrer Nennleistung aus gesehen immer nur 50% (stark vereinfacht dargestellt). Hier würde der Mehraufwand des RSE die Rendite schmälern. Die Ertragsminderung beträgt ca. 1-3%.

3. Dynamische 70%-Regelung

Ein wichtiger Punkt bei der 70%-Begrenzung ist, dass die geforderten 70% der Nennleistung der Anlage am Einspeisepunkt vorliegen müssen. Das bedeutet, was mit dem Strom im Inneren Ihres Hauses passiert bleibt Ihnen überlassen, solange max. 70% vom erzeugten Strom eingespeist werden. Dies bedeutet, dass der Wechselrichter in Abhängigkeit von Erzeugung und Verbrauch dynamisch geregelt werden kann, die sogenannte dynamische 70%-Regelung.

Leistungen


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Wir kommen gerne persönlich bei Ihnen vorbei und erstellen Ihnen ein optimales Angebot, welches bestmöglich die örtlichen Gegebenheiten berücksichtigt und einkalkuliert.

Hinweise


Auszug vom Finanzamt Freudenstadt

Kleinunternehmer

Wer mit einer Photovoltaikanlage Strom erzeugt und verkauft, ist Unternehmer. Auf die Umsatzbesteuerung kann verzichtet werden, wenn die Einnahmen des Vorjahres weniger als 17.500€ betragen haben und im laufenden Jahr 50.000€ voraussichtlich nicht übersteigen.

Regelunternehmer

Auf diese sog. Kleinunternehmerregelung wird bei der Errichtung von Photovoltaikanlagen in der Regel verzichtet, um die in der Richtung des Lieferanten ausgewiesene Umsatzsteuer beim Finanzamt als Vorsteuer geltend zu machen zu können. Im Gegenzug müssen die Stromlieferungen 5 Jahre der Umsatzsteuer unterworfen werden und folgende Bestimmungen sind zu beachten:

Voranmeldung

Der Regelunternehmer hat im Jahr der Betriebseröffnung und im folgenden Jahr monatlich eine Umsatzsteuer-Voranmeldungen abzugeben, in der die erzielten Einnahmen und die Vorsteuer aus Eingangsrechnungen zu erklären sind. Im übernächsten Jahr ist in der Regel ein Wechsel zu einer vierteljährlichen Abgabe der Voranmeldung möglich. Die Pflicht zur monatlichen Abgabe besteht unabhängig davon, ob hohe oder geringe Umsätze erzielt wurden. Eine Voranmeldung ist selbst dann abzugeben, wenn in einem Monat keine Einnahmen erzielt wurden; in diesem Fall ist der Umsatz mit Null € zu erklären.

Die Voranmeldungen sind auch dann monatlich abzugeben, wenn aufgrund gleichbleibender Abschlagszahlungen die Einnahmen Monat für Monat gleich bleiben. Die Abgabe mehrerer gleichartiger Voranmeldungen im Voraus für künftige Monate ist nicht zulässig.

Wo sind die Einnahmen und die Vorsteuern in der Voranmeldung zu erklären?

Die erhaltenen Stromerlöse werden mit dem auf volle € abgerundeten Nettowert in der Zeile 27 neben der Kennziffer 81 eingetragen. Vorsteuerbeträge aus Rechnungen anderer Unternehmer werden in der Zeile 54 neben der Kennziffer 66 eingetragen.

Übermittlung der Voranmeldung

Die Voranmeldung ist bis zum 10. Tag des folgenden Monats über das Internet mit einem speziellen Programm (nicht per E-Mail) an das Finanzamt zu übermitteln. Das hierzu erforderliche Programm ist in den gängigen Steuer-Software-Produkten enthalten, kann aber auch kostenlos unter www.elsterformular.de aus dem Internet heruntergeladen werden. Sofern das Programm von einer ELSTER-CD installiert wird, müssen vor der erstmaligen Übertragung ggf. noch Updates über das Internet geladen werden.

Sollten ausnahmsweise die technischen Voraussetzungen für eine elektronische Übermittlung nicht vorhanden sein, kann auf schriftlichen Antrag eine Genehmigung der Abgabe in Papierform erfolgen.

Zahlung & Erstattung

Mit der Abgabe der Voranmeldungen ist die selbst berechnete Umsatzsteuer zu entrichten. Diese ergibt sich aus der Steuer (derzeit 19%) der Umsätze lt. Kennziffer 81 abzüglich der Vorsteuern lt. Kennziffer 66. Ergibt sich aus der Voranmeldung aufgrund hoher Vorsteuern ein Guthaben, wird dieses ausbezahlt.

Wer ist Unternehmer bei Ehegatten?

Umsatzsteuerliche kann sowohl der Ehemann, als auch die Ehefrau oder auch die Ehegattengemeingemeinschaft als eigenständiger Unternehmer auftreten. Beim Betrieb einer Photovoltaikanlage ist derjenige Unternehmer, der den Vertrag mit dem Energieversorgungsunternehmen abgeschlossen hat.

Vorsteuerabzug

Die Vorsteuer aus der Rechnung des Lieferanten der Photovoltaikanlage kann nur derjenige geltend machen, der mit dem Energieversorgungsunternehmen den Stromeinspeisevertrag abgeschlossen hat und somit als Unternehmer auftritt.

Weitere Voraussetzung ist, dass die Rechnung auch auf diese Person oder Personengruppe lautet. Treten die Ehegatten gemeinsam als Unternehmer auf, ist ein Vorsteuerabzug nur aus Rechnungen möglich, die auf Herrn oder Frau... oder auf Eheleute... lauten. Tritt nur ein Ehegatte als Unternehmer auf, ist ein Vorsteuerabzug nur aus Rechnungen möglich, die allein auf ihn lauten.

Damit das Finanzamt die Voraussetzungen überprüfen kann, ist eine Kopie der Rechnungen über die Photovoltaikanlage vorzulegen.

Schon schief gelaufen?

Lauten die Rechnungen nicht auf denjenigen, der mit dem Energieversorgungsunternehmen den Vertrag abgeschlossen hat, ist eine Voraussetzung nicht möglich. Um die Voraussetzungen für einen Vorsteuerabzug nachträglich zu erlangen, ist eine Übereinstimmung von Rechnungsempfänger und Stromeinspeiser herbeizuführen:

  • eine Rechnung kann vom Lieferanten berichtet werden, wenn sie lediglich falsch adressiert wurde. Lautet eine Rechnung dagegen auf dentatsächlichen Besteller, ist eine Rechnungsberichtigung nicht möglich.
  • kommt eine Rechnungsberichtigung nicht in Betracht, ist der Vertrag mit dem Energieversorgungsunternehmen abzuändern.

Die Vorsteuer wird dann für den Monat gewährt, in dem die Voraussetzungen vorliegen.