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Förderung | Solaranlage


Gefördert werden besonders innovative thermische Solaranlagen mit 2O m² bis 1OO m² Bruttokollektorfläche in Neubauten sowie im Gebäudebestand. Kleinere Anlagen werden nur im Gebäudebestand gefördert und erhalten einen Zuschuss über die Basisförderung.

1. Thermische Solaranlagen zur Warmwasserbereitung

Gefördert werden thermische Solaranlagen mit einer Bruttokollektorfläche zwischen 2O m² und 1OO m² zur ausschließlichen Warmwasserbereitung im Gebäudebestand sowie in Neubauten. Der Zuschuss beträgt 1OO,- EUR pro angefangenem m² installierter Bruttokollektorfläche im Gebäudebestand oder 75,- EUR pro angefangenem m² installierter Bruttokollektorfläche im Neubau.

2. Thermische Solaranlagen für sonstige Einsatzzwecke

Gefördert werden thermische Solaranlagen mit einer Bruttokollektorfläche zwischen 2O m² und 1OO m² in Neubauten sowie im Gebäudebestand, die zu folgenden Zwecken eingesetzt werden:

  • Heizungsunterstützung
  • Warmwasserbereitung und Heizungsunterstützung,
  • solaren Kühlung,
  • oder Zuführung von Wärme oder Kälte in ein Wärme- oder Kältenetz.

Der Zuschuss beträgt 2OO,- EUR pro angefangenem m² installierter Bruttokollektorfläche im Gebäudebestand oder 15O,- EUR pro angefangenem m² installierter Bruttokollektorfläche im Neubau.

3. Ertragsabhängige Förderung

Alternativ zu den oben genannten Förderungen kann für thermische Solaranlagen mit einer Bruttokollektorfläche zwischen 2O m² und 1OO m² in Neubauten sowie im Gebäudebestand eine ertragsabhängige Förderung gewährt werden. Der Zuschuss wird wie folgt berechnet:
Der ausgewiesene jährliche Kollektorertrag wird mit der Anzahl installierten Solarthermiemodule und mit dem Betrag von O,45 EUR multipliziert. Basis für die Berechnung der Förderung ist der für die thermische Solaranlage im Prüfzertifikat über die Konformität mit den Solar Keymark-Programmregeln im Datenblatt 2 für den Standort Würzburg bei einer Kollektortemperatur von 5O° C ausgewiesene jährliche Kollektorertrag nach EN 12975 (collector annual output, kWh/module).

Voraussetzungen
  • Bruttokollektorfläche der thermischen Solaranlage 2O m² bis 1OO m²
  • Errichtung der thermischen Solaranlagen auf Wohngebäuden mit mind. 3 Wohneinheiten oder auf Ein- und Zweifamilienhäusern mit einem solaren Deckungsgrad von mind. 5O % (Solarhäuser) in denen der spezifische Transmissionswärmeverlust um mind. 3O % unter dem entsprechenden Wert des jeweiligen Referenzgebäudes liegt. Die Höchstwerte der EnEV 2O13, Anlage 1 Tabelle 2 dürfen nicht überschritten werden.
  • Nichtwohngebäuden mit mind. 5OO m2 Nutzfläche (auch Mischgebäude mit Wohn- und Gewerbenutzung, sowie für Gemeinschaftseinrichtungen zur sanitären Versorgung oder Beherbergungsbetriebe mit mehr als 6 Zimmern)
4. Zusatzförderung

Zusätzlich zur Innovationsförderung können folgende Zusatzförderungen in Anspruch genommen werden.

4.1 Gebäudeeffizienzbonus

Wird die thermische Solaranlage in einem bestehenden Wohngebäude errichtet, welches die Anforderungen an ein KfW-Effizienzhaus 55 erfüllt, erhöht sich der Zuschuss um max. 5O % der Basisförderung.

4.2 Kombinationsbonus

Für folgende Maßnahmen werden zusätzlich 5OO,- EUR bezuschusst:

  • gleichzeitige Errichtung einer Biomasseanlage oder einer Wärmepumpe
  • Anschluss der Solaranlage an ein Wärmenetz
  • Umstellung von einem Nicht-Brennwertkessel auf einen Brennwertkessel (Öl oder Gas). Fördervoraussetzung ist die Durchführung eines hydraulischen Abgleichs.
4.3 Einzelmaßnahmen zur Optimierung der Heizungsanlage
  • Der Zuschuss für Maßnahmen, die in Zusammenhang mit der Errichtung einer thermischen Solaranlage im Gebäudebestand stehen, beträgt 1O % der Kosten, max. 5O % der Basisförderung. Eine Liste der förderfähigen Einzelmaßnahmen erhalten Sie in der Rubrik Zusatzinformationen unter Anhang I der Richtlinie.
  • Der Zuschuss für die Optimierung einer bestehenden thermischen Solaranlage, deren Inbetriebnahme mind. 3 und max. 7 Jahre zurückliegt, beträgt 2OO,- EUR.