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Förderung | Photovoltaik


1. Photovoltaik

Die Förderung für Strom aus Fotovoltaikanlagen wird in Abhängigkeit des Zubaus monatlich abgesenkt (atmender Deckel/zubauabhängige Steuerung). Die monatliche Degression wird in Abhängigkeit des Zubaus ermittelt. Somit liegt die Absenkung zwischen 0,25 % und 2,8 % pro Monat. Bei einem Zubau unter 1.500 MW pro Jahr wird die Absenkung ausgesetzt, bei einem Zubau unter 1.000 MW wird die Förderung einmalig um 1,5 % pro Quartal erhöht. Die Vergütungssätze gestalten sich wie folgt:

1.1 Dachflächenanlagen auf Wohngebäuden

Für Strom aus förderfähigen Anlagen, die ausschließlich in, an oder auf einem Gebäude oder einer Lärmschutzwand angebracht und nach dem 01.04.2016 in Betrieb genommen worden sind, beträgt die Förderung:

  • bis 10 kW 12,70 Cent/kWh
  • bis 40 kW 12,36 Cent/kWh
  • bis 1.000 kW 11,09 Cent/kWh
  • bis 10 MW 8,91 Cent/kWh

In der Förderung sind 0,4 Cent/kWh für die Kosten der Direktvermarktung enthalten. Bei Anlagen unter 100 kW, die nicht direkt vermarkten, errechnet sich der Vergütungssatz aus der Förderung abzüglich der 0,4 Cent/kWh. Das Marktprämienmodell gilt verpflichtend für Anlagen ab 100 kWp Leistung.

1.2 Dachflächenanlagen auf Nichtwohngebäuden

Für Anlagen auf Nichtwohngebäuden, die im Außenbereich errichtet wurden, gilt die oben genannte Dachflächenvergütung, wenn folgende Voraussetzungen erfüllt sind:

  • Der Bauantrag für das Gebäude wurde nachweislich vor dem 01.04.2012 gestellt.
  • Das Gebäude steht im räumlich-funktionalen Zusammenhang mit einer errichteten Hofstelle eines land- oder forstwirtschaftlichen Betriebes.
  • Das Gebäude dient der dauerhaften Stallhaltung von Tieren und wurde von der zuständigen Behörde genehmigt.
  • Das Marktprämienmodell gilt verpflichtend für Anlagen ab 100 kWp Leistung.
1.3 Freiflächenanlagen

Gefördert werden Anlagen auf versiegelten Flächen, Konversionsflächen, vor 2010 bestehenden Gewerbe- und Industriegebieten sowie Flächen innerhalb eines Streifens von 110 m entlang von Autobahnen und Bahnschienen. Die Vergütung für Freiflächenanlagen beträgt 9,14 Cent/kWh, max. 10 MW. Die monatliche Degression wird in Abhängigkeit des Zubaus ermittelt. Freiflächen erhalten 100 % der EEG-Vergütung. Diese Förderung gilt nur für Anlagen, die bis zum 31.08.2015 in Betrieb gegangen sind.

Für Freiflächenanlagen, die seit dem 01.09.2015 in Betrieb genommen worden sind, ermittelt die Bundesnetzagentur die Förderhöhe über Ausschreibungen. Betreiber von neuen Anlagen erhalten dann grundsätzlich nur noch eine finanzielle Förderung nach dem EEG, wenn sie erfolgreich an einer Ausschreibung teilgenommen haben. Gefördert werden Anlagen mit möglichst niedrigen Fördersummen pro Kilowattstunde. Dreimal im Jahr, zum 1. April, zum 1. August und zum 1. Dezember finden Ausschreibungen statt. Die Bundesnetzagentur gibt sechs bis acht Wochen vor dem jeweiligen Termin die wichtigsten Parameter der Ausschreibungsrunde unter diesem Link bekannt. Gebote, die keinen Zuschlag erhalten haben, können in den nächsten Ausschreibungsrunden wieder mitbieten. In den Jahren 2016 und 2017 werden 400 MW bzw. 300 MW ausgeschrieben.

PV-Freiflächenanlagen auf Konversionsflächen, die in Nationalparks und Naturschutzgebieten liegen, werden nicht vergütet.