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EEG | Photovoltaik


Das Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) regelt seit April 2000 den Vorrang für regenerative Energien in Deutschland.

Das EEG regelt:
  • den vorrangigen Anschluss von Anlagen zur Erzeugung von Strom aus Erneuerbaren Energien und aus Grubengas im Bundesgebiet einschließlich der deutschen ausschließlichen Wirtschaftszone (Geltungsbereich des Gesetzes) an die Netze für die allgemeine Versorgung mit Elektrizität
  • die vorrangige Abnahme, Übertragung und Vergütung dieses Stroms durch die Netzbetreiber
  • den bundesweiten Ausgleich des abgenommenen und vergüteten Stroms

Für jede Anlage im Sinne des EEG werden festgelegte Vergütungssätze für 20 Jahre, zusätzlich zum Jahr der Inbetriebnahme, gewährt. Die Höhe der Vergütung für den Strom hängt von der Energiequelle und der Größe der Anlage sowie vom Zeitpunkt der Inbetriebnahme der Anlage ab. Die Inbetriebnahme setzt voraus, dass die Anlage fest an ihrem bestimmungsgemäßen Ort und mit allem für die Erzeugung von Wechselstrom erforderlichen Zubehör installiert ist und tatsächlich Strom aus erneuerbaren Energien erzeugt hat. Die Netzanbindung ist noch nicht notwendig. Die Vergütungssätze sinken jährlich für neu in Betrieb genommene Anlagen. Das heißt je später eine Anlage in Betrieb genommen wird, desto geringer ist die Vergütung (jährliche Degression). Um die Marktintegration erneuerbarer Energien zu fördern, gilt für alle neu installierten Anlagen über 100 kW eine verpflichtende Direktvermarktung.

Inbetriebnahme
im Monat
Anlagentyp Nennleistung
der PV-Anlage (kWp)
Einspeisevergütung
(Cent/kWh)
Kürzung gegenüber
Vormonat
Januar 2016 Dachanlage auf Wohngebäuden bis 10 12,31 0,00%
>10 bis 40 11,97
>40 bis 100 10,71
Dachanlage auf Nichtwohngebäuden, Freiflächenanlage bis 100 8,53
Februar 2016 Dachanlage auf Wohngebäuden bis 10 12,31 0,00%
>10 bis 40 11,97
>40 bis 100 10,71
Dachanlage auf Nichtwohngebäuden, Freiflächenanlage bis 100 8,53
März 2016 Dachanlage auf Wohngebäuden bis 10 12,31 0,00%
>10 bis 40 11,97
>40 bis 100 10,71
Dachanlage auf Nichtwohngebäuden, Freiflächenanlage bis 100 8,53
Erklärungen zur Tabelle
  • Einspeisevergütung wird nur noch für Neuanlagen bis 100 kWp Nennleistung gewährt (zuvor bis 10.000 kWp)
  • Neuanlagen über 100 kWp Nennleistung erhalten als Förderung eine sog. "Marktprämie", sind im Gegenzug jedoch verpflichtet einen Direktvermarkter mit der Vermarktung des eingespeisten Stroms zu beauftragen
  • das Marktintegrationsmodell wurde wieder abgeschafft, d.h. Neuanlagen bekommen wieder für die gesamte Strommenge, die die Photovoltaik Anlage über das Jahr produziert, die Einspeisevergütung

Eigenverbrauch von Solarstrom

  • für selbst verbrauchten Solarstrom gibt es weiterhin keine Vergütung (Eigenverbrauchsvergütung erhalten nur Anlagen die zwischen dem 01.01.2009 und 31.03.2012 in Betrieb genommen wurden)
  • neu ist, dass auf jede selbst verbrauchte Kilowattstunde Strom aus einer Photovoltaik Anlage eine Abgabe gezahlt werden muss
  • bis Ende 2015 betrug die Abgabe pro Kilowattstunde 30% der gültigen EEG Umlage (entspricht derzeit 1,87 Cent / kWh)
  • 2016 beträgt die Abgabe 35% (entspricht derzeit 2,18 Cent / kWh)
  • ab 2017 beträgt die Abgabe fest 40% der geltenden EEG-Umlage (derzeit 2,50 Cent / kWh)
  • die Anpassung der Abgabesätze gilt rückwirkend für alle Neuanlagen, die ab 01.08.2014 in betrieb genommen werden
  • von der Abgabe auf den Eigenverbrauch befreit sind Inselanlagen, Neuanlagen mit weniger als 10 kWp Nennleistung sowie Bestandsanlagen, die vor dem 01.08.2014 in Betrieb genommen wurden und vor diesem Datum bereits Strom selbst verbraucht haben